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Schäuble und Junge Union wollen die Rente mit 70 Jahren ........

Zum Beispiel: Der Kollege Karl hat mit 15 Jahren eine Lehre im Handwerk begonnen. 

Nehmen wir an es war 1969 und die Gesellenprüfung war 1972. 

inige Monate als Geselle gearbeitet und dann zum Bund. 

Von dem Sold war kein Auto zu finanzieren, also auf Zeitsoldat 2 Jahre verlängert. 

Danach wieder zum alten Betrieb und dort auch geblieben. 

Kollege Karl war nie Arbeitslos und blieb bis 63 Jahre und 4 Monate bei seinem Betrieb. 

Durchgehalten hat Karl, obwohl die Knochen schmerzen und der Feierabend herbeigesehnt wird. 

Kollege Karl hat bis zu seiner Rente 48 Jahre und 2 Monate gearbeitet. 

Karl hat für das Handwerk verhältnismäßig gut verdient. 

Als er in Rente ging waren es 20,63 €. 

Dafür erhält Kollege Karl etwa 1300,- € Rente.

Was kann Karl damit wohl anstellen?

Miete 465,- €, Nebenkosten 290,- €, Verpflegung 320,- €, Auto 260,-€ 

Aber was ist mit Taschengeld, Urlaub, Versicherungen und Geschenke für die Enkel?

Tja sagt dann Schäuble und die jungen Union Ausbeuter. 

Dann must du eben bis 70 Jahre arbeiten und hast vielleicht noch Glück!

Bis 70 Jahre sterben bereits 22% der Beschäftigten.

So oder so ähnlich geht es ca. die Hälfte der Arbeitnehmer in Deutschland. 

Rente mit 63

Übergänge in die Rente: Konzepte der Gewerkschaften

Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften setzen Zeichen für einen sozial und finanziell gerechten Übergang vom Arbeitsleben in die Rente - mit flexiblen und innovativen Konzepten. Auch im Handwerk.

So hat beispielsweise die IG BAU einen Vorschlag für ein Altersübergangsgeld erarbeitet (siehe Kasten). Die Gewerkschaft baut ihr Konzept dabei auf einer Variante des bewährten Kurzarbeitergelds auf.

Der DGB Bundesvorstand hat bereits Ende 2011 sechs konkrete Vorschläge für gerechtere Übergänge in die Rente gemacht. Unter dem Titel "Flexible, abgesicherte Übergänge in die Rente ermöglichen!" schlägt der Gewerkschaftsbund unter anderem eine  Rechtsanspruch auf Teilzeit im Alter, Teilrenten ab 60 mit erweiterten Zuverdienstmöglichkeiten, flexible Regelungen bei Altersteilzeit und Zeitwertkonten sowie verbesserte Erwerbsminderungsrenten vor.

Den kompletten Beschluss des DGB Bundesvorstands mit allen Vorschlägen zu flexiblen Übergängen in die Rente gibt es hier zum Download (PDF).

Das Altersübergangs-Kurzarbeitergeld: ein Vorschlag der IG BAU

Der IG BAU-Vorschlag kombiniert staatlich-gesetzliche sowie allgemeinverbindlich-tarifvertragliche Elemente. Die Kernpunkte des Konzepts:

Wer als gewerblicher Arbeitnehmer

  • mindestens ca. 20 Jahre in belastenden Branchen gearbeitet hat,
  • 58 Jahre oder älter ist und
  • aus gesundheitlichen Gründen seine letzte Tätigkeit (oder eine gleichwertige Tätigkeit) nicht mehr mindestens sechs Stunden pro Tag ausüben kann,

soll Anspruch auf Altersübergangs-Kurzarbeitergeld (A-Kug) haben.

Zusätzlich soll im Betrieb des betreffenden Beschäftigten eine Prüfung, beziehungsweise eine Beratung darüber stattfinden, welche Möglichkeiten es gibt, Arbeitsprozesse altersgerecht umzugestalten oder welche alternativen Einsatzmöglichkeiten es für den Beschäftigten gibt. Ähnlich funktioniert bereits heute das betriebliche Eingliederungsmanagement nach Erkrankungen, das nach oder wegen einer Arbeitsunfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen angewendet wird.

Im Alter weniger arbeiten? Altersübergangs-Kurzarbeitergeld soll bis zu 67% des Verdienstausfalls auffangen

Weitere Elemente des Konzepts: Das Altersübergangs-Kurzarbeitergeld beträgt 60%, beziehungsweise 67% des Nettoentgeltes für nicht geleistete Arbeitsstunden und wird gezahlt bis zur Vollendung des 63. Lebensjahres. Wie viele Arbeitsstunden der Arbeitnehmer leistet, wird im Betrieb flexibel auf Grundlage tariflich vereinbarter Verfahren entschieden. Es soll auch möglich sein, dass – sofern gesundheitlich-betrieblich ein Einsatz nicht möglich ist – Arbeitnehmer gar keine Arbeitsstunden leisten. Dann beträgt das Altersübergangs-Kurzarbeitergeld entsprechend 60%, beziehungsweise 67% eines Nettomonatsentgeltes.

Altersübergangs-Kurzarbeitergeld soll auch Arbeitslosen helfen

Die IG BAU schlägt außerdem vor: Arbeitnehmer, die mit 58 Jahren bereits arbeitslos sind, beziehungsweise die arbeitslos werden und die die Voraussetzungen erfüllen, beziehen ebenfalls 60%, beziehungsweise 67% eines Nettomonatsentgeltes Altersübergangs-Kurzarbeitergeld und werden von den Arbeitsagenturen nach den Regelungen für Bezieher von Arbeitslosengeld I betreut.

Hilfe in der schwierigen Phase zwischen 58 und 63 Jahren

Der Anspruch auf Altersübergangs-Kurzarbeitergeld ersetzt dabei den Anspruch auf Arbeitslosengeld I. Mit Vollendung des 63. Lebensjahres müssten Beschäftigte dann nach dem IG BAU-Konzept in Rente gehen.

Zur Finanzierung von maximal fünf Jahren Altersübergangs-Kurzarbeitergeld-Bezug (also vom 58. Bis maximal zum 63. Lebensjahr) schlägt die IG BAU vor:
Vier Jahre aus Mitteln der Bundesagentur für Arbeit sowie ein Jahr aus einem tariflichen Umlagefonds, der gespeist wird

  • von Arbeitgebern und Arbeitnehmern (direkte Beiträge oder indirekt)
  • aus Steuermitteln, da der Staat durch Altersübergangs-Kurzarbeitergeld Alg-II-Zahlungen einspart.


Die Abwicklung der Altersübergangs-Kurzarbeitergeld-Zahlungen orientiert im IG BAU-Konzept am bewährten Saison-Kurzarbeitergeld. Umgesetzt werden soll das Konzept über allgemeinverbindliche Tarifverträge und gesetzliche Regelungen.