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Compliance Regelung Handwerk

Compliance-Richtlinie 

Der DGB hat in einem Diskussionsprozess mit VertreterInnen der Gewerkschaften im Handwerk die im Jahr 2004 beschlossene Satzung erweitert und ausgebaut. Neue zentrale Aspekte in der aktualisierten Fassung ist unter anderem ein Passus zum Thema Compliance. Der DGB regt an, dass sich die Handwerkskammern eine Compliance-Richtlinie geben. Damit soll in besonderem Maß das vorhandene Vertrauen der Mitgliedsunternehmen, der Beschäftigten und der Öffentlichkeit erhalten und gestärkt werden. Ziel eines Compliance Systems ist es laut DGB, Prozesse und Entscheidungen in der Kammer ausschließlich auf der Basis sachlicher Erwägungen zu treffen. Besonders wichtig: „Äußerungen der Kammervertreter müssen das höchstmögliche Maß an Objektivität walten lassen, sachlich sein, die notwendige Zurück Selbstverwaltung haltung wahren und unter Einhaltung des dafür vorgesehenen Verfahrens zustande gekommen sein.“

Compliance: Regeltreue in Unternehmen

In großen Konzernen wird der Begriff Compliance schon länger verwendet. Aus dem Englischen übersetzt bedeutet er Regeltreue oder Regelkonformität. Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) definiert Compliance folgendermaßen: „Der Begriff Compliance steht für die Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen, regulatorischer Standards und Erfüllung weiterer, wesentlicher und in der Regel vom Unternehmen selbst gesetzter ethischer Standards und Anforderungen.“
Unternehmen geben sich mit den Compliance-Vorgaben also ein internes Regelwerk, an das sich alle Beschäftigten vom Manager bis zum Arbeiter halten müssen. So regeln Compliance-Vorgaben zum Beispiel den Umgang mit Geschenken und Zuwendungen durch Geschäftspartner. Ziel ist es hier, durch klare und transparente Regeln, Bestechung und Missbrauch vorzubeugen.